Wirksame Inklusionspolitik: Die SODK setzt Akzente

2025 lehnte die SODK den indirekten Gegenvorschlag zur Inklusionsinitiative ab, weil er zu eng gefasst und zu stark aufs Wohnen fokussiert ist. Sie fordert ein ambitionierteres Rahmengesetz, abgestützt durch eine nationale Strategie, sowie die Modernisierung des IFEG. Die Ausrichtung des IVG begrüsst sie, sieht jedoch grundlegenden Reformbedarf. Am Inklusionsgipfel in Filzbach (GL) wurde der interkantonale Austausch zu Selbstbestimmung, Einsamkeit und Arbeit gestärkt.

Carmen Rouiller
Carmen Rouiller Fachbereichsleiterin

In der Behindertenpolitik ist seit Jahren viel Schwung zu verzeichnen – etliche Gesetzesrevision stehen an und in einigen Fällen konnten die SODK-Gremien bereits die Leitplanken dazu diskutieren.

Indirekter Gegenvorschlag: zu eng gefasst

Die SODK lehnt den Entwurf zum indirekten Gegenvorschlag zur Inklusionsinitiative ab: Aus ihrer Sicht ist der Geltungsbereich zu eng gefasst und der Entwurf bietet keine hinreichende Grundlage für eine wirksame Inklusionspolitik. Die SODK forderte deshalb eine tiefergehende Revision unter aktivem Einbezug der Kantone

Inklusionsrahmengesetz und IFEG: modernisieren und koordinieren

Die SODK plädiert für einen Perspektivenwechsel: Im Zentrum sollen alle Leistungen stehen – ambulant, intermediär und stationär und nicht alleine die stationären. Hierzu gehört eine koordinierte Bedarfsabklärung. Die SODK spricht sich für einen stärkeren Beitrag des Bundes aus. In diesem Rahmen fordert sie eine echte Modernisierung des IFEG, damit sämtliche Leistungsformen besser abgedeckt werden.IVG: Ja zur generellen Ausrichtung, umfassendere Reform erforderlich

IVG: Ja zur generellen Ausrichtung, umfassendere Reform erforderlich

Die SODK unterstützt die generelle Ausrichtung der Teilrevision des IVG: Zugang zu modernen Hilfsmitteln, Assistenzbeitrag und Pilotversuche zur Förderung des selbstbestimmten Lebens. Gleichzeitig hält sie fest: Mittelfristig braucht es eine grundlegende Reform.

Inklusionsgipfel: Austausch und Good Practices

Regierungsrätin Marianne Lienhard (GL) begrüsst die Teilnehmenden zum Inklusionsgipfel.
Regierungsrätin Marianne Lienhard (GL) begrüsst die Teilnehmenden zum Inklusionsgipfel.

Am interkantonalen Inklusionsgipfel vom 30. Oktober in Filzbach (GL) stand die Praxis im Vordergrund: selbständiges Wohnen (Fokus Einsamkeit) und im ersten Arbeitsmarkt arbeiten (Fokus Personalverleih). Die direkten Gespräche mit betroffenen Personen und Selbstvertreter:innen haben die Podiumsdiskussionen und Workshops bereichert und ermöglicht, die kantonalen Realitäten zu vergleichen, die Vorteile und Grenzen bestehender Ansätze zu diskutieren sowie Good Practices zu identifizieren. So entstand eine Vergleichsgrundlage für die kommenden Etappen.

Michael Küng spricht mit Sylvia Peeters und Jonas Kistler über ihre Eindrücke an der FBBF-Jahrestagung.
Michael Küng spricht mit Sylvia Peeters und Jonas Kistler über ihre Eindrücke an der FBBF-Jahrestagung.

Interkantonale Vereinbarung für soziale Einrichtungen (IVSE)

Zum zweiten Mal in Folge wurde eine Umfrage zu interkantonalen Verlegungen durchgeführt, die die Bedeutung und das gute Funktionieren der IVSE als zentraler Rahmen für die Koordination zwischen den Kantonen belegt. Gleichzeitig zeigen die Arbeiten zu Schlüsselthemen wie Pflegekosten und Digitalisierung, dass die Vereinbarung kein starres Instrument ist, sondern sich aktiv an die aktuellen Herausforderungen anpasst.

  • Publikation Praxishilfe Entschädigung: Sicherstellung einer angemessenen, fairen und transparenten Entschädigung des Aufwands für die Mitwirkung von Menschen mit Behinderungen.
  • Qualitätsstandards – Bedarfsermittlung: Verabschiedung interkantonaler Qualitätsstandards für eine personenzentrierte Bedarfsermittlung im Bereich der ambulanten Leistungen – zugunsten einer besseren Vergleichbarkeit und Koordination.
  • Interkantonaler Praxisaustausch: Austausch in Fachausschüssen (Wohnen, Arbeit, IHP) mit dem Ziel, die kantonalen Realitäten zu vergleichen, Rückmeldungen aus der Praxis zu teilen und Good Practices zu identifizieren.
Wenn die Welt uns unbarmherzig anstarrt, schenken wir ihr unsere Verrücktheit – nicht jene der Diagnosen, sondern jene der Sterne, die sich weigern zu erlöschen. Wir sind hier. Wir sind lebendig. Und wir haben viel zu geben.
Friedli Maria (Gedicht mit dem Titel «Folies» (Verrücktheit), vorgetragen am Inklusionsgipfel in Glarus)

Einblick in unsere Bereiche

Fachbereich Familie und Gesellschaft

Mehr erfahren

Fachbereich Kinder und Jugendliche

Mehr erfahren

Fachbereich Migration

Mehr erfahren

Fachbereich Opferhilfe

Mehr erfahren

Fachbereich Sozialwerke

Mehr erfahren

Fachbereich Sucht

Mehr erfahren

Personenfreizügigkeit

Mehr erfahren

Kommunikation

Mehr erfahren

Backoffice SODK

Mehr erfahren

Weitere Beiträge

SODK - Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Jahresbericht.

Weitere Informationen finden Sie unter www.sodk.ch

Redaktion

Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK)

Speichergasse 63001 Bern office@sodk.ch 031 320 29 99

Realisation

Palmbeach Interactive GmbH , Zürich

Bilder

Monika FlückigerMartina MeierEDI / EBGiStockeigene Bilder (zVg)

Datenschutz

Server-Informationen werden nur zu allgemeinen statistischen Zwecken ausgewertet. Diese erlaubt es uns, die Qualität unseres Internet-Auftritts laufend zu optimieren. Unsere Website benutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. Bei Verweisen auf externe Seiten übernehmen wir keine Verantwortung für deren Inhalte und Datenschutzpraktiken.

© SODK, 2025